Autor(en): Kamber, Peter

Fritz und Alfred Rotter

Ein Leben zwischen Theaterglanz und Tod im Exil


ISBN 978-3-89487-812-2
Erscheinungsdatum: 06.03.2020
ca 480 Seiten , 50 Bilder, schwarz-weiß
28,00 EUR(D) inkl. 7% MwSt., 28,80 EUR(A)
Noch nicht lieferbar

Erste Biografie über die Bühnenkönige der Zwanziger Jahre Berlin in den „Goldenen Zwanzigern“: Das Metropol-Theater, das Residenz-Theater, das Theater des Westens, das Lessing-Theater, der Admiralspalast und andere mehr sind als die „Rotterbühnen“ bekannt. Wer auf diesen Brettern stehen darf, hat es geschafft: Die Brüder Fritz und Alfred Rotter gehören zu den bekanntesten und erfolgreichsten Theaterdirektoren in der Weimarer Republik. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs feiern sie vor allem mit Operetten große Triumphe. Fritzi Massary, Richard Tauber, Hans Albers, Käthe Dorsch, Grete Mosheim und viele andere werden von den Rotters entdeckt und teils zu Stars gemacht. beispiellose jüdische Lebensgeschichte für ein großes Lesepublikumdie Rotters entdeckten Hans Albers, Käthe Dorsch und viele andereKulturleben vom Kaiserreich über Weimarer Republik bis zur Nazi-DiktaturEintauchen in die große Theaterzeit der Zwanziger Jahreakribisch recherchiert, mit bislang unveröffentlichtem Text- und Fotomaterial Weltwirtschaftskrise Doch der Bühnenkonzern ist auf große Investitionen, stabile Einnahmen und Kredite angewiesen. In der Weltwirtschaftskrise bricht das Unternehmen zusammen. Über 1300 Angestellte verlieren ihre Arbeitsplätze. Bereits in dieser Zeit werden Fritz und Alfred Rotter als Juden gebrandmarkt, angefeindet und in NS-Zeitungen verächtlich gemacht: Die Nationalsozialisten schmähen sie als „jüdische Finanzhasardeure“ und „verkrachte Theaterjuden“. Dabei haben sie wie wenige andere das kulturelle Leben der Stadt bereichert und bestimmt – und mit untrüglichem Gespür für dramaturgische Stoffe, Melodien und Stars ihre Erfolgsoperetten (mit Franz Lehár, Ralph Benatzky, Paul Abraham und anderen) geschaffen. Doch nun gibt es niemanden mehr, der für sie einsteht. Sie fliehen Anfang 1933 nach Liechtenstein: vor den erstarkenden Nazis und den Schulden. Kriminalfall: Von den Nazis den Tod getrieben Doch auch in Liechtenstein können sie sich nicht retten. Genau schildert die vorliegende Biografie die dramatischen Umstände, unter denen Fritz und Alfred Rotter von vier Liechtensteinern und zwei Deutschen am 5. April 1933 entführt werden sollten, worauf Alfred und Gertrud Rotter oberhalb von Vaduz in den Tod stürzten. Die anschließenden Prozesse in Liechtenstein gegen die Täter werden anhand von Prozess- und Verhörakten wieder greifbar, und der Autor beschreibt anhand von Zeitzeugenberichten und Dokumenten, wann genau und wie Fritz Rotter 1939 in Frankreich tragisch ums Leben kam. „Fritz und Alfred Rotter“ ist nicht nur eine starke Biografie, die viel über das Kultur- und Gesellschaftsleben der Zeit zu berichten weiß, sondern auch eine berührende und beispiellose Geschichte, die als Drama in fünf Akten den Absturz vom Theaterhimmel in die Dunkelheit erzählt und sprachlos zurücklässt.




 


    



Andere Nutzer schauten auch an:


Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts

Der 'Thieme/Becker & Vollmer' ist das international bedeutendste biografische Lexikon der bildenden Künstler. Die auf mehr als 25 000 Buchseiten versammelten Angaben über etwa eine Viertelmillion...

mehr

Regietheater. Eine deutsch-österreichische Geschichte

Blank, Claudia

Ein neuer Blick auf drei Generationen deutsches und österreichisches Regietheater Das Wort Regietheater polarisiert seit über einhundert Jahren: die Menschen auf und hinter der Bühne, die Zuschauer...

mehr

Die schönsten Monologe der Weltliteratur

Dieser Band versammelt die aus unserer Sicht schönsten und bemerkenswertesten Monologe aus 2500 Jahren Theatergeschichte – wir begegnen den größten Helden und Antihelden der Weltliteratur. Einführende...

mehr

Faust-Welten

Die Faust-Welten im Deutschen Theatermuseum München • Dokumentation der wichtigsten Inszenierungen in Bildern • Neue theatergeschichtliche Erkenntnisse WER – WO – WAS? Das sind drei Fragen, die sich...

mehr

Moderne Kunst

Malen wie ein Impressionist, Dadaist oder Surrealist, wie ein mexikanischer Muralist oder Graffiti-Spezialist? Ein Kinderspiel! Mit Wasserfarben, Bunt- oder Filzstiften und Textmarkern geht die Tour...

mehr