DER MALER DES GROSSSTADTLEBENS
Der Maler Paul Kleinschmidt (1883–1949) ist eine der großen Wiederentdeckungen der deutschen Moderne. Seine Kunst behauptet sich eigenständig zwischen Expressionismus, Realismus und Neuer Sachlichkeit. Seine unverwechselbare Bildsprache ist geprägt von pastoser Farbe in pastelligen Tönen, monumentaler Körperlichkeit sowie Szenen aus Bars, Varietés, Cafés und der Welt des Zirkus. Das Werkverzeichnis der Gemälde macht dieses außergewöhnliche Œuvre nun neu zugänglich.
- Referenzwerk zu einem der markantesten Maler der deutschen Moderne
- unverzichtbar für Forschung, Sammlungen, Museen und Kunsthandel
- eröffnet neue Perspektiven auf die Moderne: Kleinschmidt als eigenwilliger Maler zwischen Expressionismus, Realismus und Neuer Sachlichkeit
- Kleinschmidts einzigartige Bildwelt: Bardamen, Tänzerinnen und Zirkusfiguren sowie Berge von Kuchen und Blumenbouquets
- hochwertig ausgestattet und reich bebildert
SINNLICHKEIT, OPULENZ UND FORMALE KRAFT
Trotz früher Anerkennung, internationaler Kontakte und bedeutender Förderer geriet Kleinschmidts Schaffen durch Verfolgung, Exil und Kriegsverluste lange aus dem kunsthistorischen Blick. Dennoch nimmt es eine singuläre Stellung ein: Der Sohn einer Schauspielerin und eines Varieté-Direktors bewegte sich früh im Umfeld der Berliner Sezession. In den 1920er Jahren fand er zu jenem ausdrucksstarken Stil, mit dem sein Name bis heute verbunden ist: körperhaft, farbintensiv, sinnlich. Bardamen, Tänzerinnen und Zirkusfiguren sowie Berge von Kuchen und Blumenbouquets erscheinen bei Kleinschmidt als moderne Ikonen der Lebenslust. Im Unterschied zur satirischen Schärfe seiner Zeitgenossen, etwa Dix oder Grosz, sind seine Darstellungen geprägt von Wärme und subtilem Witz. Seine Frauenfiguren erscheinen mächtig und würdevoll. Auch seine Landschaften und Stadtansichten – von Oberschwaben über Südfrankreich bis New York – sowie seine Stillleben zeugen von einer unverwechselbaren künstlerischen Sprache.
„IST NICHT DER ‚GENUSS‘ DEN MEISTEN ANBETUNGSWÜRDIG?“ – PAUL KLEINSCHMIDT
Das Werkverzeichnis der Gemälde macht Paul Kleinschmidts Malerei erstmals in ihrer ganzen Breite sichtbar. Es versammelt die bekannten Werke, dokumentiert den aktuellen Forschungsstand und schafft eine verlässliche Grundlage für die weitere Beschäftigung mit einem der markantesten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Aufbauend auf der maßgeblichen Grundlagenforschung seit 1977 trägt diese Publikation dazu bei, Kleinschmidt Platz in der Geschichte der Kunst neu zu bestimmen.
Herausgegeben von Doris Apell-Kölmel, Markus Eisenbeis, Valerie Ender und Michael C. Maurer





